Barling

Barling
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Im Jahre 1812 gründete der Silberschmied Benjamin Barling seine kleine Manufaktur im eleganten Londoner Stadtteil Marylebone. Dort verzierte er die Meerschaumpfeifen seiner erlesenen Kundschaft mit raffinierten Applikationen, und machte sich, nach dem Erwerb zahlreicher Auszeichnungen, innerhalb kurzer Zeit einen Namen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die von ihm gestalteten Arbeiten sind an der Punzung BB zu identifizieren.

Seine Söhne William (Punzung WB) und Edward (EB) traten in seine Fußstapfen. In den 1850er Jahren erweiterten sie ihr Sortiment um Pfeifen aus Bruyereholz, die sie in diversen Fabriken der französischen Pfeifenhochburg St. Claude erwarben. Das teure Wurzelholz sorgte in Raucherkreisen für Furore, denn es war extrem hitzeresistent und verfügte über einen angenehmen Geschmack.

Im Jahr 1906 beschloss die Familie schließlich Ihre eigenen Köpfe zu drehen, um somit alle Arbeitsschritte unter der eigenen Kontrolle zu behalten. Sie erwarb sogar eine Beteiligung an einem algerischen Bruyerehandel.

Die Pfeifen erlangten aufgrund der hervorragenden Verarbeitung einen legendären Status, und sie waren für ihre besonders lang abgelagerten Hölzer bekannt. In der hauseigenen Lederverarbeitung wurden Etuis aus Krokodilleder und anderen Materialien gefertigt.

Die sogenannten Pre-Transition Pfeifen erlangen Höchstpreise. So wechselte in diesem Quartal ein Pfeifenset aus dem Jahr 1900, bestehend aus 4 Pfeifen, für 4000 US Dollar den Besitzer.

1960 endete die Familienära. Unter Montague Barling wurde die Firma an den besten Kunden Finley verkauft. Bis 1962 blieb er Operation Manager. Als Finley im Jahr 1963 von Imperial Tobacco gekauft wurde, führte Montague´s Schwager Williamson Barling die Geschäfte weiter. 1967 wechselte er dann in das Management der Firma Charatan.

Im Jahre 1970 wurde die Pfeifenproduktion in London geschlossen. Die Pfeifen wurden fortan extern produziert, unter anderem von Peterson und Erik Nörding. Im Laufe der Jahre wechselte der Name mehrmals den Besitzer.

Im Jahr 2020 gelang es Oliver Kopp die europäischen Namensrechte von E.A. Carey, und für die USA von Cem Muckenbrun, dem Inhaber des alten Importeurs James Norman, zu erwerben.

Die Familie Kopp ist stolz den ältesten existenten Namen der Pfeifenwelt in ihrem Portfolio führen zu dürfen.
Wir sehen uns in der Pflicht den Mythos auferstehen zu lassen. Beste Qualität, englische Klassik und exquisite Silberarbeiten sollen den Kern der Marke widerspiegeln.